Wenn sich jeder, der sich als „queer“ identifiziert, zum pädagogischen Experten für Kinder und Jugendliche erklären kann, geschieht vor allem eines: man öffnet die Tür für Missbrauch.
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Wenn sich jeder, der sich als „queer“ identifiziert, zum pädagogischen Experten für Kinder und Jugendliche erklären kann, geschieht vor allem eines: man öffnet die Tür für Missbrauch.

Es wurde heftig über sogenannte „Drag-Lesungen für Kinder“ debattiert. Bei diesen Veranstaltungen lesen Drag-Künstler – meist Männer in femininer Kostümierung – Kindern aus Büchern vor. Während vor allem Konservative gegen die Lesungen Sturm laufen, werden sie von Pädagogen, Kulturschaffenden und linken Politikern verteidigt.
Das zentrales Argument: Bei den Lesungen gehe es nicht um Sexualität oder Fetischismus, sondern darum, Kindern moralische Werte wie Toleranz gegenüber LGBTQs, alternativen Familienmodellen und Patchworkfamilien zu vermitteln.
Dazu kam die Nachricht, dass die Berliner Drag Queen „Jurassica Parka“ regelmäßig solche Lesungen abhielt – obwohl bekannt war, dass Mario O. – der Mann hinter der Figur – aufgrund des Besitzes von Kinderpornografie vorbestraft ist. Aktuell läuft ein weiteres Verfahren gegen den Drag-Künstler.
Obwohl Kritik an den Lesungen berechtigt ist, disqualifizierten sich viele Kritiker, indem sie Falschinformationen verbreiteten. So wurde behauptet, dass Drag Queens per se Pädophile seien, die – ähnlich wie in den USA – in Strapsen oder Tangas auftauchten, Striptease-Einlagen zeigten oder Kinder gezielt mit Pornografie, Fetischen oder sexuellen Inhalten konfrontierten.
Das ist nicht wahr. Die „Drag Queens“ treten mitunter in kurzen Röcken oder hautengen Kleidern auf, nicht in Tanga und Strapsen. Auch die Bücher, aus denen die „Drag Queens“ vorlesen, sind unbedenklich, die Geschichten freundlich und kindgerecht. Fakt ist: „Drag Shows“ sind Teil einer schwulen Subkultur, die per se nichts mit Pädophilie zu tun haben.
So zu differnzieren, bedeutet nicht, dass es kein Problem mit den Lesungen gäbe. Es ist nur komplizierter.

Natürlich haben Drag Shows eine sexuelle Konnotation. Auf den Shows treten meist schwule Männer auf. Manche „Drag Queens“ sind Travestiten und empfinden sexuelle Erregung, wenn sie Frauenkleider tragen. Bisher galt klar: Diese Shows sind nicht jugendfrei, da sie sich um Sex, Fetisch, Nachtleben und Exzess drehen.
Erst in jüngerer Zeit kam man auf die Idee, Kinder gezielt mit „Drag Queens“ in Kontakt zu bringen. Die Idee kam nicht aus der schwulen Drag-Szene, sondern wurde von Kulturschaffenden und Aktivisten geäußert, die eine krude Ideologie verfolgen: die Queer-Theory.

Diese Theorie geht davon aus, dass gesellschaftliche Freiheit davon abhängt, wie Menschen ihre Sexualität leben. Ihr Kernargument: Heterosexualität, biologische Zweigeschlechtlichkeit und geschlechterkonformes Verhalten stabilisieren Machtstrukturen und Unterdrückung.
Um sich aus dieser Knechtschaft zu befreien, sollen Mensch sollen „queere“ Identitäten gelebt werden, wie etwa als lesbisch, schwul, „trans“ oder „nicht-binär“. Auch Sexualpraktiken, die zuvor als „pervers“ galten – wie sexuelle Fetische werden als „queere“ Identität verstanden, die die unterdrückerische Sexualnorm zerstört. Kurz: „Queer“ zu sein, ist eine politische Pflicht – ein Kampf für das vermeintlich Gute.
„Drag Queens“ werden – weil sie performativ die geschlechtliche Ordnung in Frage stellen – als ultimative Vertreter der queeren Befreiung gesehen. Sie werden als Helden inszeniert, die trotz harter Anfeindungen, tapfer für Toleranz kämpfen.

Hier stellt sich die Frage: Geht es bei den Lesungen wirklich nur um alternative Familienmodelle und Toleranz? Wenn ja – würde dafür nicht eine Erzieherin ausreichen? Warum konfrontiert man Kinder bewusst mit stark geschminkten Männern in aufreizender Frauenkleidung, deren Kostüm eindeutig für eine sexuelle Performance gedacht ist?
Was qualifiziert eine „Drag Queen“ überhaupt, Kinder über Moral aufzuklären? Wieso ist sie besser geeignet als ein ausgebildeter Pädagoge?
Die Antwort ist einfach: Weil die Männer „queer“ sind. Ihre Legitimation im Umgang mit Kindern basiert allein auf ihrer nicht-normativen, „queeren“ Sexualität oder Identität – und der damit verbundenen Diskriminierung.
Wenn sich jeder, der sich als „trans“ oder „nicht-binär“ identifiziert, ohne jede Qualifikation zum pädagogischen Experten für Kinder und Jugendliche erklären kann, geschieht vor allem eines: man öffnet die Tür für Missbrauch.

Ältere Männer können sich etwa allein per Selbstdefinition der LGBTQ-Community zuordnen und über „queere“ Jugendzentren, Vereine oder „Drag“-Lesungen gezielt Nähe zu Kindern und Jugendlichen suchen. Ihre Identität macht sie plötzlich zu Mentoren, Seelsorgern oder „Beratern“ – wer das kritisiert, wird reflexhaft als „homophob“ oder „rechts“ diffamiert.
Wie das konkret aussieht, zeigen bekannte Beispiele: Ältere prominente Männer, die als Frauen leben – wie die Journalistin Georgine Kellermann oder die Grünen-Politikerin Tessa Ganserer – haben offen davon berichten, wie sie pubertierende Mädchen und junge Frauen durch ihre Identitätskrisen begleitet haben.
Im Falle Ganserers handelte es sich um ein geistig beeinträchtigtes Pflegekind, das von ihm über längere Zeit hinweg betreut und über die medizinischen Transition beraten wurde, wie die Pflegemutter in der Fachzeitschrift „PFAD“ berichtete. Das Ergebnis: Die junge Frau nahm Testosteron ein, was zu gesundheitlichen Problemen führte.
Nochmal: Was qualifiziert solche Männer, sich in die sexuellen und emotionalen Krisen junger Frauen einzumischen? Warum suchen sie gezielt die intime Nähe zu Mädchen, die mit Körper, Sexualität und Identität hadern? Seit wann gilt die gelebte Frauenrolle eines deutlich älteren Mannes als Expertise, um mit pubertierenden Mädchen über Menstruation, Brustentwicklung, Begehren oder psychische Belastungen zu sprechen? Warum wird das nicht kritisch hinterfragt?

Kinder haben sensible Fühler. Sie spüren, dass mit „Drag Queens“ etwas nicht in Ordnung ist. Sie fühlen, dass es sich hier nicht um harmlose Clowns, sondern um biologische Männer handelt, die nicht nur bizarr gekleidet sind, sondern sich auch ungewöhnlich und befremdlich verhalten. Sie spüren (so wie jeder Erwachsene) die sexuelle Konnotation – ohne sie zuordnen zu können.
Dass man die Kinder aktiv belügt, indem man ihnen sexuelle Figuren als harmlose Clowns verkauft – ist bereits so übergriffig und pädagogisch daneben, dass einem die Worte fehlen. Dass man aber die Kinder dazu drängt, entgegen ihres natürlich empfundenen Unbehagens, die „Drag Queens“ als Vertreter einer höheren Moral, ja sogar als Vermittler von Toleranz anzusehen, ist vor allem eines: ein gezielter Versuch, sexuelle Attitüden, Symboliken und Kontexte bei Kleinkindern zu normalisieren.
Denn: Wenn diese Lesungen wirklich nichts mit „Sex“ zu hätten, wieso nimmt man es dann in Kauf, Kinder anzulügen, anstatt einen geeigneten Erzieher zu engagieren, der die Kleinen angemessen über „Toleranz und Vielfalt“ aufklärt?
Dass in dem Fall von Mario O. trotz bekannter Vorstrafen kein polizeiliches Führungszeugnis verlangt wurde – etwas, das sonst bei jedem noch so kleinen Kontakt zu Jugendlichen Pflicht ist – ist ein Skandal.
Gleichzeitig wird hier vor allem eines deutlich: wie heftig queere Ideologie mittlerweile Gesellschaft und Politik beeinflusst. Der Fall macht deutlich, wie reflexhaft eine gut inszenierte LGBTQ-Identität moralisch so hoch bewertet wird, dass sie immun gegen Kritik erscheint – selbst dann, wenn es um grundlegende Standards im Jugendschutz geht. Genau das ist die eigentliche, viel subtilere und deshalb umso gefährlichere Etablierung von Pädophilie.
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